Dense Packing
Immer mehr wird heute im Gebiet der Haartransplantation und auch von Patienten, von Dense Packing gesprochen. Deshalb darüber einige Zeilen.
Was ist Dense Packing?
Unter Dense Packing wird in der Regel ein dichtes Setzen der Empfangsöffnungen pro Quadratzentimeter verstanden. Fängt Dense Packing laut Literatur eigentlich ab ca. plus/minus 40 FU´s/Grafts pro qcm an, verstehen die meisten darunter jedoch eher gesetzte Dichten von 50, 55, 60, oder gar mehr FU´s/Grafts pro qcm.
Bei Erfolg spektakuläre Resultate
Natürlich können, wie in internationalen Foren schon mit dokumentierten Fällen veröffentlicht, mit Dense Packing teilweise spektakuläre Resultate erzielt werden und auch solche, wie meist von Patienten auf Anhieb erwünscht.
Dense Packing bei Dr. Koray
Dr. Koray nutzt, wie im Kapitel Empfangsöffnungen und Einsetzen beschrieben, feinste (mittels Cutting Edge zurechtgeschnitten) Klingen. Damit ist somit auch Dr. Koray technisch in der Lage, eben beschriebenes Dense Packing von Graft/FU`s deutlich über 50 FU´s pro qcm zu setzen, wie auf folgendem Bild direkt nach der Operation bei Dr. Koray zu sehen. Schauen Sie bitte das Maßband daneben zur besseren Einschätzung. In diesem Fall wurde eine Dichte von 50 - 60 FU`s pro qcm (je nach Gebiet) gesetzt.


Grenzen von Dense Packing und Risiken
Wie auf obigem Bild zu sehen, ist Dr. Koray technisch in der Lage, hohe Dichten pro qcm zu setzen.
Allerdings muss zwingend erwähnt werden und dafür gibt es mittlerweile in internationalen Foren dokumentierte Fälle, dass neben den spektakulären und schönen Dense Packing Resultaten, es auch unter anderem schwächere Resultate (mit geringerer Anwuchsrate) gegeben hat.
Nicht jeder Patient scheint für Dense Packing geeignet zu sein und kann das Risiko von schlechterem Anwuchs ansteigen (je dichter pro qcm bepflanzt wird). Ebenso scheint das Risiko von verstärkter Narbenbildung durch Ultra-Dense-Packing, was in Folge dessen ebenso die Anwuchsrate tangiert, anzusteigen. In solchen individuellen Fällen macht die Haut scheinbar so viele kleine Verletzungen auf einem zu kleinen Gebiet nicht mehr richtig mit.
Die Tendenz von schlechterem Anwuchs je höhere Dichte pro qcm gesetzt wird, entspricht übrigens auch den Erfahrungen von Dr. Koray.
Verlust von wichtigen Donor Haaren im negativen Fall für die Zukunft
Kommt es dann tatsächlich bei Dense Packing zu schlechtem Anwuchs, so wurden auch praktisch einige Donorhaare zerstört. Donorhaare, welche eventuell später in der Zwischenzeit auf kahl, oder licht gewordene Stellen, benötigt worden wären.
Zwei Stopp Strategie kann sinnvoller sein
Demzufolge stellt Dense Packing ein höheres Risiko dar und können die eigentlich, nur zu verständlich von Patienten eher ungeliebten Zwei-Stopp-Strategien (da jeder lieber sein Ziel schnell erreicht) für die Zukunft und Anwuchs sinnvoller sein.
Wie viele Grafts pro qcm überhaupt für Zufriedenheit benötigt werden, ist individuell
Ein zusätzlicher Grund für eine zwei Stopp Strategie kann sein, dass man nie genau voraussagen kann, wie wer genau mit welcher Dichte pro qcm aussieht, oder dann zufrieden ist.
Erfahrungsgemäß und je nach Haar-Bedingungen (Haardicke, Haarstruktur, Haarfarbe) reichen einigen Patienten bereits platzierte Dichten von 50 - 55 Fu´s pro qcm, oder gar darunter aus, um ein zufriedenstellendes Resultat zu erzielen. Wenn diese Chance realistisch gegeben ist, also mit solchen Dichten bereits eventuell zufrieden zu sein (bei beispielsweise guten Haarbedingungen) und zudem die Chance auf guten Anwuchs mit erst mal niedrigeren Dichten pro qcm höher ist, wie auch in Zukunft eventuell noch viel Haarausfall vorliegen könnte und eventueller Verlust von Spenderhaaren tragisch wäre, kann es sinnvoll sein, erst mal niedrigere Dichten pro qcm zu setzen.
Gesundes Mittelmaß - niedrigeres Risko, aber dennoch eventuell ansprechend bzw. ausreichend
Wird also im ersten Anlauf erst mal weniger Dichte pro qcm, aber dennoch eine ansprechende Dichte (wenn auch nicht extrem hoch) gesetzt, reicht die erste durchgeführte Haartransplantation eventuell in manchen Fällen (z.B. gute Haarbedingungen) und je nach Erwartungshaltung schon für Zufriedenheit aus. Dann hatte man jedoch bei dieser Strategie, ein geringeres Risiko, greift finanziell weniger in die Tasche (da erst mal weniger Grafts), wie risikiert nicht eventuell später noch gebrauchte Spenderhaare.
Nachverdichtung jeder Zeit
Reicht es dann dichtemäßig doch noch nicht aus, kann jeder Zeit noch mal nachverdichtet werden.
Weiter zur Info bezüglich FUE und Heilungsverlauf.
Aktualisiert (Mittwoch, den 11. November 2009 um 11:43 Uhr)